Diabetes und Schuhe

Worauf beim Kauf von Schuhen für Diabetiker zu achten ist

20.04.2018 | 12:26 von Stefanie Häßler

Diabetes – passenden Schuhe beugen Fußproblemen vor. Worauf Sie achten sollten beim Kauf.

Diabetes und Mensch hier gestaltet sich der Schuhkauf als eine Herausforderung. Schließlich liest und hört man ständig, wie gefährdet die Füße bei Diabetes sind. Man sollte täglich diese  nach unbemerkten Verletzungen absuchen, sie Cremen, baden, und pflegen und bloß keine zu engen, scheuernden Schuhe tragen. Auch sollte die richtige Auswahl der zu tragenden Socken getroffen werden.

Schäden an Nerven und Gefäßen bedrohen die Füße

Der Grund ist, dass viele Menschen nach langjährigem Diabetes Nervenschäden und Durchblutungsstörungen an den Beinen haben. Dadurch kann sich ein sogenanntes diabetisches Fußsyndrom entwickeln. Das bedeutet, dass sich an den Füßen Wunden bilden, die schlecht heilen, zu Entzündungen neigen und eine häufige Ursache für Amputationen sind. „Bei diabetesbedingten Nerven- oder Gefäßschäden lässt man sich vor dem Schuhkauf am besten vom Arzt beraten“, Der Arzt kann gegebenenfalls spezielle Dia­betes-Schutzschuhe verordnen. Das sind Schuhe, die die Füße durch ihre besondere Konstruktion vor Druckstellen und Schäden schützen. Die Krankenkasse beteiligt sich in der Regel an den Kosten.

Hauptsache, der Schuh passt

„Wer keine Nerven- oder Gefäßschäden und keine ausgeprägten Fehlstellungen hat, braucht keine speziellen Schuhe“,  Die Schuhe sollen passen. Das heißt Halt bieten, ohne einzuengen, und vor den Zehen einen Zentimeter Platz lassen.

„Viele Geschäfte haben Bequem- oder Komfortschuhe aus weichem, atmungsaktivem Material im Angebot, die diese Anforderungen erfüllen“, Atmungsaktives Material wie Echtleder oder Textil hilft, Schweißfüßen und Fußpilz vorzubeugen.

Keine Kompromisse beim Schuh-Kauf

Weil die Füße dazu neigen, im Laufe des Tages anzuschwellen, sollte der Schuhkauf auf den späten Nachmittag oder Abend gelegt werden. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden das einen Schuh, der seitlich zu eng oder weit ist, diesen einfach eine Nummer größer oder kleiner zu kaufen. Dann passe er vielleicht in der Mitte, aber hinten und vorne nicht. Wer sehr schmale oder breite Füße hat, sollte den Verkäufer um Rat fragen. Ein besonderer Hinweis ist auch dass einige Hersteller Schuhe in verschiedenen Weiten anbieten.

Hoch und spitz: Schlecht für den Fuß

Je höher die Absätze sind und je spitzer der Schuh vorne zuläuft, desto schlechter ist es für die Füße. Dadurch würden die Zehen gequetscht und bei häufigem Tragen Fehlstellungen wie Hammer- und Krallenzehen oder eingewachsene Fußnägel gefördert. „Pumps“ solle man daher möglichst selten tragen und von „High Heels“ (Absatzhöhe ab zehn Zentimeter) besser ganz die Finger lassen.

Breite Plastikpantoffeln  sind sehr beliebt und liegen voll im Trend liegen. Da diese keine  Feuchtigkeit aufnehmen begüns­tigt diese bei schwitzigen Füßen Pilz-Infektionen.

Flipflops wiederum lassen zwar viel Luft an die Füße – der Zehensteg könne aber die Haut aufreiben. Doch es sind nicht nur der

„Modeschuhe“, die Experte kritisch sehen. Auch sogenannte „Gesundheitsschuhe“ mit Korkfußbett und Lederriemen können nach seiner Erfahrung Kummer bereiten.

Gesundheitsschuhen mit Vorsicht zu tragen

„Gesundheitsschuhe“  sind nicht immer gesund für die Füße, wie ihr Name vielleicht glauben macht. Die Kante und der Steg der Sohle können auf der Haut scheuern und drücken und so die Bildung von Hornhaut fördern. Auch zu feste Riemen würden die Haut strapazieren – was schon für gesunde Füße ein Problem ist, erst recht aber, wenn man wegen eines diabetischen Nervenschadens nichts davon spürt und sich deshalb Wunden entwickeln.

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